Gewitter & Hagel Deutschland — Gewitterzellen live verfolgen
Verfolgen Sie Gewitterzellen in Deutschland live — mit Zugbahn, Intensität und Hagelpotenzial. Das System erkennt starke Gewitter, Superzellen und organisierte Zellen frühzeitig und zeigt deren Entwicklung direkt auf der Karte. Aktive Zellen erscheinen als farbige Polygone, ihre prognostizierte Zugbahn als gestrichelte Linie, erkannte Rotation als rotierendes Symbol im Inneren der Zelle.
Die Karte nutzt aktuelle Radardaten des Deutschen Wetterdienstes und berechnet daraus, wo sich Gewitter heute entwickeln, wie stark sie sind und wohin sie in den nächsten 60 Minuten ziehen. Für Nutzer zählt vor allem die schnelle Einordnung: Liegt eine Gewitterzelle in der Nähe, drohen Hagel oder Starkregen, und gibt es Hinweise auf eine organisierte Superzelle?
Zugbahn, Hagel und Rotation auf einen Blick
Der Schwerpunkt dieser Karte liegt auf dem Tracking aktiver Gewitterzellen: Wo liegt der Zellkern, wie stark ist die Zelle, wohin zieht sie in den nächsten 60 Minuten und gibt es Hinweise auf Hagel? Besonders bei roten und violetten Zellen lohnt sich ein Klick auf das Polygon, weil das Detailpanel Hagelpotenzial, Blitzrate, Echotop, Zugrichtung und Windrisiko zusammenfasst.
Superzellen und Rotation früh erkennen
Im Inneren mancher Gewitterzellen rotiert die Luft — diese rotierenden Aufwinde heißen Mesozyklonen und sind das wichtigste atmosphärische Signal für eine Superzelle. Aus Mesozyklonen entstehen über 90 % aller signifikanten Tornados und nahezu der gesamte Riesenhagel ab 4 cm. Die Karte zeigt diese Rotation jetzt direkt mit einem rotierenden Spiral-Symbol im Zellkreis, in drei Stufen:
- Orange — Rotation erkannt: Eine schwache bis moderate Mesozyklone wurde durch das DWD-Radarverbund-Netz nachgewiesen (Severity 1–2). Die Zelle dreht sich, was sie potenziell langlebiger und gefährlicher macht als eine normale Multizelle.
- Rot — Starke Rotation: Eine deutliche Mesozyklone (DWD-Severity 3) mit hoher Rotationsgeschwindigkeit oder ausgeprägter azimutaler Scherung. Erhöhtes Tornadorisiko, vor allem wenn die Rotation bodennah erkannt wird.
- Violett — Extreme Rotation: Sehr intensive, tief reichende Mesozyklone (DWD-Severity 4–5). Akute Tornado- und Großhagel-Gefahr. Bei bodennaher Rotation unter 1 km Höhe + hoher Rotationsgeschwindigkeit am Boden zeigt das System aktiv eine Tornado-Warnung im Detailpanel.
Per Klick auf eine rotierende Zelle erscheint im Detailpanel der vollständige Mesozyklonen-Steckbrief: Höhe der Rotationsbasis (je niedriger, desto tornadoträchtiger), bodennahe Rotationsgeschwindigkeit, Wirbeldurchmesser, Anzahl bestätigender Radarstandorte (Multi-Radar-Konfidenz), Persistenz in Minuten sowie Trend (verstärkend/stabil/abschwächend). Damit lässt sich auf einen Blick erkennen, ob es sich um einen kurzen Wirbel oder eine reife, tornadoträchtige Superzelle handelt.
Hagelpotenzial und Zellfarben richtig deuten
Jede aktive Gewitterzelle wird je nach Schweregrad eingefärbt: orange für mäßige Konvektion, rot für starke Aktivität und violett für extreme Zellen mit Hagel- und Sturmpotenzial. Die Einstufung berücksichtigt Reflektivität, vertikale Ausdehnung der Zelle (Echotop), Blitzrate und Veränderungsdynamik. Eine violette Zelle ist nicht zu unterschätzen — hier sind Hagel mit über 2 cm Korngröße, Starkregen über 30 mm in 30 Minuten und Sturmböen über 100 km/h möglich. Wenn zusätzlich ein rotierendes Symbol im Inneren erscheint, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Superzelle — den gefährlichsten Gewittertyp überhaupt.
Zugbahn-Prognose: 60 Minuten in die Zukunft
Die gestrichelte Linie hinter jeder Zelle zeigt ihre vorhergesagte Zugbahn für die nächsten 60 Minuten. Sie wird aus der bisherigen Verlagerung extrapoliert und ist für etablierte, stabile Zellen sehr zuverlässig. Bei jungen oder explosiv wachsenden Zellen kann die tatsächliche Zugbahn abweichen — ein Blick alle 5 Minuten hilft, die Prognose zu aktualisieren. Bei rotierenden Superzellen weicht die Zugrichtung häufig nach rechts (für rechts-bewegte Superzellen) von der mittleren Höhenströmung ab — ein klassisches Merkmal organisierter Konvektion.
Gewitterzellen versus klassisches Radarbild
Ein Niederschlagsradar zeigt, wo es regnet. Das Gewitterradar ergänzt diese Information um die entscheidenden Fragen bei Unwetterlagen: Ist der rote Radarfleck ein aktives Gewitter, wie stark ist die Zelle, wohin zieht sie und gibt es Hinweise auf Hagel oder Rotation? Per Layer-Button rechts oben können Sie zusätzlich Live-Blitze einblenden — die Kombination aus Niederschlag, Gewitterzelle, Zugbahn und Blitzaktivität liefert ein deutlich besseres Bild der aktuellen Lage.
Wann ist die Gewitter- & Hagelkarte besonders wertvoll?
An Tagen mit hoher Gewitterneigung — also bei Warmluftvorstößen, schwachem bodennahem Wind und Höhenkaltluft im Hochsommer, aber auch bei Frontdurchgängen mit Squall-Lines — kann die Gewitter- & Hagelkarte den Unterschied zwischen rechtzeitiger Reaktion und überraschtem Werden bedeuten. Besonders bei Hagel- und Superzellenlagen liefert die Kombination aus Zellzugbahn, Hagelindikatoren, Blitzrate und Rotationshinweisen eine deutlich bessere Einordnung als das reine Niederschlagsbild. Der Layer aktualisiert sich automatisch alle 5 Minuten. Auch im organisierten Outdoor-Sport, beim Veranstaltungsmanagement, in der Landwirtschaft und in der Bauwirtschaft hat sich diese Kombination als praktische Entscheidungshilfe etabliert.
Datenbasis und Aktualisierung
Datengrundlage sind die aktuellen Scans der DWD-Doppler-Radare. Die Gewitterzellen, Zugbahnen und Schweregrade werden alle 5 Minuten neu berechnet und automatisch auf der Karte aktualisiert. Dadurch eignet sich die Ansicht besonders für akute Fragen wie „Wo gewittert es gerade?", „Kommt das Gewitter in meine Richtung?" und „Ist Hagel oder eine Superzelle wahrscheinlich?".
Live-Karten passend zu Gewitter & Hagel
Neben der Gewitter- & Hagelkarte lohnt sich der Blick auf diese spezialisierten Live-Karten:
- 👉 HD-Niederschlagsradar Deutschland — Regen und Schnee in 250 m Auflösung, alle 5 Minuten neu vom DWD.
- 👉 Blitzradar Deutschland — Blitze in Echtzeit oder synchron zum HD-Niederschlagsradar.
- 👉 Unwetterwarnungen Deutschland — offizielle DWD-Warnungen (Sturm, Starkregen, Gewitter, Schnee, Glätte) live.
- 👉 Live-Messwerte Deutschland — Temperatur, Wind, Niederschlag und Stationsdaten live auf der Karte.
- 👉 Satellitenbild Europa — Wolkenentwicklung und Fronten von oben, alle 10–15 Minuten neu.
- 👉 Regenmenge Deutschland — wieviel hat es geregnet? Summe der letzten 1, 6, 24 oder 48 Stunden.
Häufige Fragen zu Gewitterzellen & Hagel
Was zeigt das Gewitterradar genau?
Das Gewitterradar zeigt aktive Gewitterzellen in Deutschland mit Stärke, Zugbahn, Hagelpotenzial und Hinweisen auf Rotation. So erkennen Sie schneller, wo es gerade gewittert, ob eine Zelle gefährlicher wird und wohin sie in den nächsten Minuten zieht.
Was bedeuten orange, rote und violette Zellen?
Orange = mäßige Konvektion, rot = starke Zelle, violett = extreme Aktivität mit Hagel-, Sturm- und Starkregenpotenzial. Die Einstufung berücksichtigt Reflektivität, Echotop-Höhe, Blitzrate und Wachstumsdynamik.
Wie zuverlässig ist die 60-Minuten-Zugbahn?
Bei stabilen, etablierten Zellen sehr verlässlich — häufig auf wenige Kilometer genau. Bei jungen, explosiv wachsenden oder gerade entstehenden Zellen kann die Bahn abweichen, da der Lebenszyklus noch unklar ist. Die 5-Minuten-Updates korrigieren das fortlaufend.
Wie unterscheidet sich das Gewitterradar vom normalen Niederschlagsradar?
Das Niederschlagsradar zeigt, wo Niederschlag fällt. Das Gewitterradar ordnet starke Niederschlagskerne zusätzlich als Gewitterzellen ein und ergänzt Zugbahn, Stärke, Hagelpotenzial und Rotationshinweise.
Was zeigt das Detailpanel beim Klick auf eine Zelle?
Schweregrad, Blitzrate (Blitze pro 5 Min), Hagelpotenzial, Starkregen-Risiko, geschätzte maximale Windböen, Echotop-Höhe sowie Zuggeschwindigkeit und -richtung. Damit lässt sich das Gefahrenprofil der Zelle vor Ort einschätzen.
Wie oft aktualisieren sich Gewitterzellen und Zugbahnen?
Alle 5 Minuten — synchron mit dem DWD-Radar-Update-Rhythmus. Die Zellpolygone, Schweregrade und Zugbahnen werden bei jedem Update neu berechnet.
Sind Hagel-Indikatoren wirklich verlässlich?
Die Karte liefert eine Hagel-Wahrscheinlichkeit, keine Garantie. Bei roten und violetten Zellen ist Hagel statistisch deutlich wahrscheinlicher; bei orangen Zellen kann er ebenfalls auftreten, ist aber seltener. Bodenbeobachtungen und aktuelle DWD-Warnungen liefern letzte Sicherheit. Wenn zusätzlich ein rotierendes Symbol in der Zelle erscheint (Mesozyklone), ist die Wahrscheinlichkeit für Großhagel ab 2 cm nochmals deutlich erhöht.
Was bedeutet das rotierende Symbol im Inneren mancher Zellen?
Das rotierende Spiral-Symbol zeigt eine vom DWD erkannte Mesozyklone an — also einen rotierenden Aufwind im Inneren der Gewitterzelle. Mesozyklonen sind das wichtigste Erkennungsmerkmal für Superzellen und damit für die gefährlichsten Gewittertypen mit Tornado-, Großhagel- und schwerstem Sturm-Potenzial. Die drei Stufen orange (Rotation erkannt), rot (starke Rotation) und violett (extreme Rotation) entsprechen den DWD-Severity-Levels 1–2, 3 und 4–5.
Heißt eine Mesozyklone automatisch Tornado?
Nein — eine Mesozyklone ist ein rotierender Aufwind in der Höhe und nicht zwingend ein Tornado am Boden. Der DWD selbst sagt: „Mesozyklonen können nicht direkt zur Tornado-Erkennung herangezogen werden." Aber: bodennahe Mesozyklonen (Basis < 1 km Höhe) mit hoher Rotationsgeschwindigkeit am Boden gehen über 70 % der signifikanten Tornados in Mitteleuropa voraus. Das Detailpanel zeigt deshalb explizit die Höhe der Rotationsbasis an — sie ist der wichtigste Tornado-Frühindikator.
Was ist eine Superzelle?
Eine Superzelle ist der gefährlichste Gewittertyp: ein einzeln stehendes Gewitter mit persistenter Rotation (Mesozyklone), das stundenlang bestehen kann, sich oft selbst regeneriert und für nahezu alle starken Tornados, Großhagel und verheerende Sturmböen verantwortlich ist. Wenn auf der Karte eine rote oder violette Zelle ein rotierendes Symbol trägt und dieses über mehrere 5-Minuten-Updates bestehen bleibt, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Superzelle.
Was bedeutet der Trend „verstärkend / stabil / abschwächend" im Detailpanel?
Das System vergleicht die Rotations-Severity der aktuellen Zelle mit der vorigen 5-Minuten-Aufnahme: verstärkend = Rotation nimmt zu (höchstes Risiko, Zelle reift), stabil = Rotation gleich (reife Superzelle), abschwächend = Rotation lässt nach (Auflösungsphase). Eine sich verstärkende Mesozyklone ist die gefährlichste Phase und das beste Tornado-Frühwarnsignal.
Was bedeutet „bestätigt von 3 Radaren"?
Die DWD-Mesozyklonen-Erkennung läuft auf jedem der 17 Radarstandorte einzeln. Wenn dieselbe Rotation von mehreren Radaren gleichzeitig aus unterschiedlichen Blickwinkeln gesehen wird, ist sie sehr wahrscheinlich echt und kein Mess-Artefakt. Wir zeigen die Anzahl der bestätigenden Radarstandorte als Multi-Radar-Konfidenz an. 3 oder mehr Radare = sehr hohe Verlässlichkeit.
Wie verlässlich ist die Tornado-Risiko-Einstufung?
Sie ist eine Heuristik, keine offizielle DWD-Warnung. Wir kombinieren Severity, Höhe der Rotationsbasis und bodennahe Rotationsgeschwindigkeit nach dem Stand der Forschung. Bei Stufe „akut" (extreme Rotation + Basis < 1 km + Bodengeschwindigkeit ≥ 15 m/s) sollten Sie unbedingt die offiziellen Tornado-Warnungen des DWD prüfen und einen festen Schutzraum aufsuchen. Diese Kombination gilt international als der zuverlässigste Indikator für unmittelbar bevorstehende Tornado-Bildung.
Werden auch nicht-rotierende, aber starke Gewitter erfasst?
Ja. Die Karte erfasst auch starke Gewitter ohne Rotation. Die meisten Sommergewitter rotieren nicht, sind aber dennoch oft mit Starkregen, Hagel und Böen gefährlich. Die rotierenden Symbole sind ein zusätzlicher Marker, der nur bei seltenen, organisierten Superzellen erscheint. Fehlt das Symbol, heißt das nicht, dass die Zelle harmlos ist — es heißt nur, dass sie sich nicht organisiert dreht.
Funktioniert die Mesozyklonen-Erkennung auch bei Nacht oder im Winter?
Ja — Doppler-Radar arbeitet 24/7 unabhängig von Tageslicht oder Jahreszeit. Allerdings sind Mesozyklonen-Lagen im Winterhalbjahr selten; die typische Saison reicht in Mitteleuropa von Mai bis September mit Schwerpunkt Juni–August. Im Winter können bei starken Frontdurchgängen vereinzelt sogenannte „Cold Pool"-Mesozyklonen auftreten, die auch Winter-Tornados auslösen können — selten, aber dokumentiert.
Welche Daten zeigt das Detailpanel beim Klick auf eine rotierende Zelle?
Beim Klick öffnen sich zusätzlich zu den Standard-Werten (Schweregrad, Blitzrate, Hagel, Wind, Zugbahn): DWD-Severity-Stufe (1–5), Höhe der Rotationsbasis in km über Grund (Tornado-Indikator), bodennahe Rotationsgeschwindigkeit in m/s, Wirbeldurchmesser in km, vertikale Erstreckung der Rotationssäule, Anzahl bestätigender Radarstandorte, Persistenz in Minuten und der Trend der letzten Frames.
Gewitter & Hagel – Lokalansichten
Vorzentrierte Karten mit Ortsmarkierung für den Großraum Niederbayern, Oberbayern, Oberpfalz und angrenzende Regionen.
Niederbayern
Oberbayern
- Altmannstein
- Bad Reichenhall
- Bad Tölz
- Beilngries
- Dachau
- Eichstätt
- Erding
- Freising
- Fürstenfeldbruck
- Geisenfeld
- Ingolstadt
- Kösching
- Mittenwald
- Moosburg a.d. Isar
- München
- Münchsmünster
- Neuburg a.d. Donau
- Pfaffenhofen a.d. Ilm
- Pförring
- Rosenheim
- Schliersee
- Schrobenhausen
- Starnberg
- Tegernsee
- Vohburg a.d. Donau
- Wolnzach